ELLEN LEHMANN FÄDEN DER ERINNERUNGEN UND EMPFINDUNGEN/NITKI SPOMINANJA A ZACUŚOW

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ELLEN LEHMANN FÄDEN DER ERINNERUNGEN UND EMPFINDUNGEN/NITKI SPOMINANJA A ZACUŚOW

Category : Aktuell

Zur aktuellen Ausstellung in der Galerie Haus 23 findet am Mittwoch, dem 17.10.2018 um 15:00 Uhr eine besondere Fürhrung statt.

Die Ausstellung “Fäden der Erinnerungen und Empfindungen/Nitki spominanja a zacuśow” ist der Textilkünstlerin Ellen Lehmann gewidmet, die 2016 in Berlin verstarb. Die gebürtige Weißagkerin wendischer Herkunft ging 1975 nach Berlin. Den Kontakt zu ihrer Heimat hat sie bewusst weiter gepflegt, war mit Projekten nach der Wende in Cottbus präsent (Ausstellung bei der LAUBAG und im Wendischen Museum).

Mit ihren Arbeiten, die stets als textile Rauminstallation gestaltet wurden, war sie in Städten Deutschlands,  Polens, der Schweiz und anderen Orts unterwegs.

Seit 1978 beschäftigte sie sich mit der textilen Gestaltung von Streifenelementen, angeregt durch Arbeiten von Johannes Itten (1888-1967), dem Schweizer Bauhauskünstler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagogen. In dieser Sichtweise wurde Ellen Lehmann vor allem durch ihre erste Ausbilderin in der Textilrestaurierung, durch Christa Jeitner bestärkt. Die weltoffene und heimatverbundene Künstlerin war seit 1982 freischaffend und arbeitete seriell.

Lehmanns Arbeiten sind gekennzeichnet durch Schlichtheit und Einfachheit der Gewebestrukturen.  Die aktuelle Ausstellung zeigt ausgewählte textile Gewebe aus dem künstlerischen Nachlass aus den Jahren 1988 bis 2011. Großflächige Gewebe aus Wolle und Seide sind in die Räume der Galerie Haus 23 eindrucksvoll inszeniert, gerahmte Gewebe, Fotografien und der Film “Ellenlang” ergänzen die Exposition.

Die Streifen- und auch Karo-Gewebe widerspiegeln die Eindrücke der Künstlerin aus dem persönlichen Umfeld (z.B. dem Braunkohletagebau ihrer abgebaggerten Heimat),  Pflanzen, mit denen sie in ihrer früheren Tätigkeit zu tun hatte (z.B. Bäume) oder es sind Auseinandersetzungen mit zeitgenössischer Architektur und Malerei des 20. Jh. (Minimalart und abstrakter Expressionismus).

Es ist ablesbar, wie sich die anfängliche Streifenfiguration, die eine in der Realität wahrgenommene Welt wiederspiegelt, allmählich und ergänzender Weise zu fließenden Verläufen weiter formte. So entwickelten sich ihre Gewebe zu teilabstrakten Raumelementen, die über die reine Fügung von Farb- und Flächenreaktion hinaus gehen. Sie eröffnen dem Betrachter die Möglichkeit, die Gewebe als Bilder zu sehen, mittels der Weberei eingefangene Eindrücke und Stimmungen aus dem Leben der Künstlerin Ellen Lehmann.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, diese malerischen Gewebe im Original zu betrachten.

Die Ausstellung geht nur noch bis zum 20.10.2018

Eine Ausstellung des Wendischen Museums mit dem Ellen-Lehmann-Freundeskreis und dem Kunstförderverein Galerie Haus 23 in 03046 Cottbus/Chóśebuz, Marienstraße 23

Öffnungszeiten: Do.-So. 18 bis 21 Uhr

Eintritt ist frei!


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