Pfeil und Bogen sind eine Erfindung der letzten Eiszeit und ein Reflex auf die Jagd auf schnelle Herdentiere in der Taiga. Die ersten Bögen und Pfeile kennen wir aus dem Ahrensburger Tunneltal von paläolithischen Rentierjägergruppen. Ausgefeilter in der Form sind die Bögen dann im Neolithikum. Sicher jeder hat auch schon von den Langbögen des Mittelalters gehört, mit denen man Panzerreiter vom Pferd schießen konnte (Das Ende der Ritterzeit naht).
Der Kurs startet am Freitag, den 11. Mai, um 15:00 Uhr im ATZ und geht mit Pausen bis etwa 22:00 Uhr. Hergestellt wird die Bogengrundform aus einem Esche-Rohling.
Nach dem Frühstück geht es Samstag um 9:00 Uhr weiter mit den Arbeitsschritten rund um die gleichmäßige Erstellung der Wurfarme. Nach dem Abendessen werden die Bogensehnen gezwirnt.
Sonntag ab 9:00 Uhr erfolgen das endgültige Festlegen der Zugkraft des Bogens und letzte Feinarbeiten. Zum Abschluss werden die Bögen getestet. Der Kurs endet am Sonntag nicht vor 17:00 Uhr.
Wer teilnehmen möchte, bereite sich mental auf ein anstrengendes Wochenende mit etwa 24 spannenden Arbeitsstunden für seine 10 Finger rund um ein Stück Esche, seltenen Werkzeugen, leckerem Essen und Gleichgesinnten vor. Um allen Bogenbauern gerecht zu werden, ist der Kurs für lediglich sechs zahlende Teilnehmer ausgelegt.

Der Kurs kostet 280,00 € pro Person inklusive Holz, Werkzeug, Vesper (selbstgebackener Kuchen), warmen Abendessen, Tee und Kaffee und Übernachtung im Zelt auf dem Gelände des ATZ (wer möchte).
Die Bezahlung des Kurses erfolgt ohne Abzug bar vor Ort unmittelbar vor der Veranstaltung.

Verbindliche Anmeldungen bitte ab sofort an Dr. Hans Joachim Behnke, den Leiter des
Archäotechnischen Zentrums unter behnke@atz-welzow.de oder Tel.: 035751 28225