Das „Kopsinchen“ war eine junge Frau, deren Körper aus einem Kops, einem auf eine Spule gewickelten Garnkörper, bestand. Sie wurde auf Lesezeichen und Kopftücher gedruckt und als Plastikpuppe hergestellt. Als Maskottchen ist sie eng verbunden mit dem ehemaligen Chemiefaserwerk Guben. Doch während andere einstige DDR-Werbe- und Identitätsfiguren wie das „Leipziger Messemännchen“ oder das Erfurter „Florinchen“ die Zeit überdauerten, ist es um das Gubener „Kopsinchen“ still geworden. Der Verein »Gubener Tuche und Chemiefasern e.V.« hat umfangreich zur Geschichte und zum Wirken der schlanken Frauengestalt recherchiert. Wer hat sie eigentlich erfunden? Wann trat sie in die Öffentlichkeit? Gibt es einen Geburtstag? Sollte die Figur die Produkte des CFG bewerben? Welche Firma hat die Puppe produziert? Hat man die Puppe als Werksangehöriger geschenkt bekommen oder wurde sie als eine Auszeichnung übergeben? War sie in einem Werbekarton verpackt? Viele Fragen – erste Antworten werden in der Sonderausstellung zum aktuellen Forschungsstand gegeben.