In der DDR war Volkskunst ein Segment der ideologisch definierten und finanziell geförderten „Massenkultur“. Offiziell wurde sie als Volkskunst, Laienkunst und Künstlerisches Volksschaffen bezeichnet. Dazu zählten die Betätigungen in Zirkeln der bildenden und angewandten Kunst, in Chören, Musik-, Tanz- und Theatergruppen, in Zirkeln schreibender Arbeiter und in Singeklubs. Diese wurden oft von akademisch ausgebildeten Künstlerinnen und Künstlern betreut und brachten beachtliche künstlerische Potentiale hervor. Die Sonderausstellung gibt einen umfangreichen Überblick über die Künstler und künstlerischen Arbeiten im sorbischen Bereich sowie einen Einblick in die intensive Förderung der Volkskunst in der DDR.