Die Sonderausstellung zeigt Gruß- und Ansichtskarten aus Spremberg und der näheren Umgebung.
In Zeiten von Email und WhatsApp ist es kaum noch vorstellbar, dass ein kleines Stück Papier früher einmal das Mittel der Wahl war, um sich schnelle Botschaften zu schicken. Den wahren Durchbruch brachte indes noch etwas anderes: Die Postkarte kam zum Erfolg, als sie zur Ansichtskarte wurde. „Viele-Grüße-aus-Karten“ stellen wahrscheinlich die größte Gruppe der verschickten Ansichtskarten dar. Aufwendig gestaltete Mehrbildkarten sind schon früh sehr beliebt. Inzwischen ist die Bedeutung der Postkarte jedoch gesunken. Beförderte die Bundespost 1982 noch 877 Millionen Stück, waren es zuletzt meist deutlich weniger als 200 Millionen im Jahr. Doch auch in Zeiten von Messenger-Apps schicken, einer Bitkom-Umfrage zufolge, noch 55 Prozent der Deutschen aus dem Urlaub eine Ansichtskarte.