Die Sonderausstellung zeigt die Entwicklung der regional bedeutsamen Firma Hermann Römmler zur heutigen SPRELA GmbH. Im Jahre 1867 wurde die Firma H. Römmler in Spremberg gegründet. Aus Abfällen der heimischen Textilindustrie wurden erstmals Grammophonplatten, Isolatoren und Formteile aus Kaltpressmasse hergestellt und verkauft. Im Verlauf der Jahre gelingt die Produktion und Verarbeitung von hochwertigen Preßstoffen und Formmassen. Unter dem Markennamen Alboresin, später Resopal vermarktete die Spremberger Hermann Römmler AG hauptsächlich duroplastische Phenolharz- und Harnstoffharz-Pressmassen. Neben Resopalplatten, Gleitlagern, Formteilen und Halbzeugen aus Duroplast wurde eine Kollektion von Tafelgegenständen, Picknickgeschirren, Schalen und Tabletts hergestellt. Das ineinander stapelbare Plastikgeschirr, das der Industriedesigners Christian Dell entworfen hatte, wirkt nahezu zeitlos und fand ab den 60er-Jahren in Ost und West zahlreiche Nachahmer. In der nach dem zweiten Weltkrieg gegründeten Preßstoff-Fabrik Spremberg GmbH wurde 1955 die erste Sprelacart-Platte produziert. Sprelacart, der Name setzt sich aus Spremberg, Laminat und Carton zusammen, war in der DDR bekannt als Hersteller von Küchen-, Schul- und Labormöbeln sowie Wandverkleidungen, die sich durch eine leichte und hygienische Reinigung der Oberflächen auszeichneten. Seit 1990 konkurrieren die Firmen „Resopal“ im Westen und „Sprela“ im Osten um den selben Markt.