Die Ausstellung erzählt erstmalig die kaum bekannte Geschichte jener Menschen, die von der Bundesrepublik in die DDR übersiedelten. Die meisten dieser etwa 500.000 Menschen kehrten zurück zu ihren Familien und Freunden, hatten sich verliebt, flohen vor Strafverfolgung, folgten dem Ruf der Kirchen, suchten Arbeit, ein besseres Leben oder einen persönlichen Neuanfang. Nur eine Minderheit wählte diesen Weg aus politischer Überzeugung. „Wechselseitig“ lässt diesen Aspekt der deutsch-deutschen Geschichte zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am Beispiel der Lebenswege von mehr als zwanzig prominenten aber auch unbekannten Übersiedlern lebendig werden.