Mit der Ausstellung “Zymske wjasela – Winterfreuden” gibt das Wendische Museum Einblicke in die Traditionen der Niederlausitz zur Winterzeit.
Die Winterfreuden beginnen mit allerlei Brauchtum bereits Ende November, Anfang Dezember, gruppieren sich im Dezember um das christliche Weihnachtsfest und reichen bis in den Februar, bis Aschermittwoch. Dabei sind das Erscheinen des Jänschwalder Christkinds, das Aufstellen des Drehbaums, das Backen von Neujährchen, die Gemeindeversammlung Woklapnica, die Vogelhochzeit und der Zapust mit Zampern und Festumzug bis heute Höhepunkte der Traditionspflege, die jeweils in regional spezifischer Ausformung begangen werden.
In der Ausstellung sind Gemälde und Aquarelle wendischer und Lausitzer Maler zu sehen, u.a. von Paul During, (Leihgaben), Fritz Lattke, Carlo Nowak, Jan Buck und Dieter Zimmermann (Leihgabe). Holzstiche aus der Sammlung Historische Druckgrafik zeigen Winterimpressionen aus dem Spreewald. Verschieden Exponate zu Winterarbeiten wie dem Korbflechten und dem Flachsspinnen stehen symbolisch für das gelebte Brauchtum. Auch der typische Drehbaum als historischer Weihnachtsschmuck ist ausgestellt.
Die ausgestellten Kunstwerke und Objekte zeugen von vergangenen Zeiten. Filmbeiträge berichten von der Gegenwart.
Eine Hörstation mit Geschichten zum Advent von Ingrid Hustädt – für kleine und große Kinder – erzählt von möglichen und unmöglichen Ereignissen in der Weihnachtsstube.