„Erstürmt die Höhen der Kultur!“ – mit dieser Losung wollte die DDR-Kulturarbeit die Arbeiter- und Bauernklasse mobilisieren und die Kluft zwischen Kunst und Leben, zwischen Kulturschaffenden und Arbeitenden überwinden.
Für viele Werktätige, Hausfrauen oder Rentnerinnen gehörte künstlerisches Schaffen zum Alltag. Sie arbeiteten in ihrer Freizeit in professionell angeleiteten Volkskunstgruppen. Im Jahr 1989 waren mehr als 131.100 Mitglieder in über 7.300 Interessengemeinschaften des künstlerischen Volksschaffens organisiert. Dazu gehörten das bildnerische Schaffen mit Malerei, Grafik, Linolschnitt, Textil, Metall, Keramik, Schnitzen, Klöppeln, etc. sowie Fotografie, Amateurfilm, Literatur, Karikatur, Amateurtheater und -kabarett, Tanz, Musik, Diskotheken, Artistik und Zauberkunst. In der Lausitz gehörten zur Volkskunst unter anderem auch sorbische Ostereier.