Wörterliste deutsch-niedersorbisch

Wörterliste deutsch-niedersorbisch

das zweisprachige Siedlungsgebiet

Sorbisch/Wendisch in den Museen

Der Landkreis Spree-Neiße ist geprägt durch das historische Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. In Brandenburg liegt der Anteil der Sorben/Wenden an der Gesamtbevölkerung unter einem Prozent. Dennoch sind sie landesweit bekannt. Nicht zuletzt durch ihre reiche Folklore und Mythologie.
Das wesentliche Merkmal sorbischer Volkszugehörigkeit und Identität ist die sorbische Sprache. In der Niederlausitz wird Niedersorbisch (dolnoserbšćina) und in der Oberlausitz Obersorbisch (hornjoserbšćina) gesprochen. Im sorbischen Siedlungsgebiet in der Lausitz fallen zweisprachige Ortsschilder und Bezeichnungen an öffentlichen Gebäuden in deutscher und sorbischer Sprache auf.
Die musealen Einrichtungen des Lausitzer Museenlandes haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Ausstellungen zweisprachig, in deutscher und sorbischer Sprache, zu gestalten. Zur Unterstützung finden Sie hier entsprechende Wörterlisten.

Wörterlisten zum Download


Wendisches Museum Cottbus / Serbski muzej Chóśebuz

GalerieAusstellungen |  Angebote für Kinder

Regionalmuseum der Niederlausitz für sorbische / wendische Geschichte und Kultur

Gebäude- / Grundstückssituation

Das Wendische Museum befindet sich seit 1994 in einem klassizistischen ehemaligen Wohn- und Handelshaus in der Cottbuser Altstadt unweit des Altmarkts. Das Gebäude wurde vollständig saniert, die gesamte Ausstellungsfläche wurde erneuert. Es besteht ein neuer Service-Bereich zum Besucherempfang mit Garderobe und Schließfächern. Ein neu gestalteter Empfangsraum mit einem Einführungsfilm zur Ausstellung wurde geschaffen. Die Dauerausstellung im ersten Obergeschoss wurde als ein geschlossener Rundgang konzipiert. Das Museum besitzt einen reizvollen kleinen Innenhof mit einer traditionellen „sorbischen Linde“. Der Vorplatz wurde 2005 mit einer bronzenen Plastik von Peter Buth gestaltet, die den auf einem Findling sitzenden Wassermann, eine sorbische/wendische Sagenfigur, darstellt.

Charakteristik

Die Ausstellung zeigt ein neues, hochwertiges Design- und Farbkonzept, eine individuelle Raumgestaltung, neue mediale Angebote, die die niedersorbische Sprache erlebbar werden lassen. Die Ausstellung des Wendischen Museums vermittelt Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte und behandelt auch die Themen sorbische / wendische Volkskunst, bildende Kunst, Sprache, Schrifttum, Literatur, Musik, Volkstrachten, Lebensweise und Brauchtum, wendische Münzen und Orden sowie die Postgeschichte der Sorben. Der Besucher erfährt, dass die autochthonen Slawen Deutschlands ursprünglich ein Gebiet besiedelten, dessen westlichste Ausläufer von Schleswig-Holstein im Norden bis nach Oberfranken im Süden des Landes reichten, sowie dass der wendische Anteil an der deutschen Geschichte und Volkswerdung größer ist als oftmals vermutet wird und sich durchaus nicht nur auf die Lausitz beschränkt.

Sonderausstellungen / Begleitangebote

In wechselnden Sonderausstellungen werden geschichtliche, literarische, volkskundliche und künstlerische Themen behandelt. Die Ausstellungen werden zweisprachig (deutsch-niedersorbisch / wendisch) gestaltet. Mehrmals im Jahr finden ausstellungsbegleitende Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, wendische Gesprächsrunden (Serbske blido) und Brauchtumsveranstaltungen statt.
Führungen werden deutsch wie auch in beiden sorbischen (wendischen) Sprachen angeboten.

Angebote für Kinder – Mit Kobi ins Museum

Kobi – der kleine Hausgeist – ist im Museum zu Hause. Dort wohnt er im Pantoffel unterm Ofen. Um Mitternacht belauscht er die alten Museumsstücke, wenn sie von früher erzählen.Diese spannenden Geschichten plaudert er an die Museumsmitarbeiter aus, und diese erzählen sie den Kindern weiter – Begebenheiten aus alter, alter Zeit.

Kobiangebote:

1. Kultureller Reichtum des kleinen sorbischen/ wendischen Volkes

Die auf umfangreichen Sammlungen gründende Ausstellung des Wendischen Museums vermittelt Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte und behandelt auch die Themen sorbische / wendische Volkskunst, bildende Kunst, Sprache, Schrifttum, Literatur, Musik, Volkstrachten, Lebensweise und Brauchtum, wendische Münzen und Orden sowie die Postgeschichte der Sorben. Der Besucher erfährt, dass die autochthonen Slawen Deutschlands ursprünglich ein Gebiet besiedelten, dessen westlichste Ausläufer von Schleswig-Holstein im Norden bis nach Oberfranken im Süden des Landes reichten, dass der wendische Anteil an der deutschen Geschichte und Volkswerdung größer ist als oftmals vermutet und sich durchaus nicht auf die Lausitz beschränkt.

Das Angebot findet indoor statt und richtet sich an Schüler
der Klassen 1 bis 10.
Termine: nach Absprache
Voranmeldung: mindestens 2 Wochen vorher
Gruppengröße: 5 bis 30 Personen
Eintritt pro Person: 0,75 €

Wendisches Museum Cottbus

2. Ostereiermalkurse

Die Schüler verzieren Ostereier mit der sorbischen / wendischen Wachstechnik und erfahren Wissenswertes über die verschiedenen Osterbräuche. Die Kurse finden jeweils zwei Wochen vor Ostern von Mittwoch bis Freitag statt.

Das Angebot findet indoor statt und richtet sich an Schüler
der Klassen 1 bis 10.
Termine: nach Absprache
Voranmeldung: mindestens 2 Wochen vorher
Gruppengröße: bis 10 Personen
Eintritt pro Person: 0,75 €
Unkostenbeitrag pro Person für Material: 2,00 €

Wendisches Museum Cottbus

 

Galerie


Wendisch-Deutsches Heimatmuseum Jänschwalde / Serbsko-nimski domowniski muzej Janšojce

GalerieAusstellungen | Angebote für Kinder
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Vermittlung und Bewahrung von Brauchtum und Sprache

Gebäude- / Grundstückssituation

Das Museum liegt im historischen Ortskern unmittelbar neben der turmlosen klassizistischen Dorfkirche. Der größte Teil der Ausstellung befindet sich in den Räumen des 1875 errichteten Schulgebäudes. Als weiteres Museumsobjekt wurde die alte Pfarrscheune denkmalgerecht ausgebaut. In den angrenzenden Stallungen, welche ebenso wie die Scheune aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, sind vier weitere Ausstellungsräume eingerichtet. Die Besucher erhalten in diesen Einblicke in alltägliche bäuerliche Tätigkeiten wie Waschen, Buttern, Vorratshaltung und Flachsverarbeitung.

Charakteristik

Das Wendisch-Deutsche Heimatmuseum liegt in der Ortsmitte. Die Ausstellung widmet sich dem bäuerlichen Leben der wendischen und deutschen Bevölkerung. Die Geschichte des Dorfes wird lebendig anhand von bäuerlichem Mobiliar und von häuslichen Gerätschaften dargestellt. Gezeigt werden kleinbäuerliche Agrartechnik und Gerätschaften des Handwerks. Natürlich wird Geschichte hier auch mit Fotos, Dokumenten und Urkunden veranschaulicht. Die Exponate werden als Schausammlung auf 560 Quadratmetern gezeigt. Ein weiteres Museumsobjekt ist die gegenüberliegende Pfarrscheune, die in den letzten Jahren denkmalgerecht saniert wurde. Die Pfarrscheune beherbergt ein Kleinod des Heimatmuseums: einen der letzten noch erhaltenen Begräbniswagen der Region. Dort steht außerdem ein funktionstüchtiger Webstuhl. Eine Keramiksammlung beinhaltet Haushaltsgefäße und Kunstobjekte der letzten 300 Jahre. Das Museum ist konsequent zweisprachig in Wendisch und Deutsch beschriftet. Die Jänschwalder Tracht wird in all ihren Facetten vorgestellt. Das Museum hat sich große Verdienste um das Jänschwalder Christkind, des „Janšojski bog“, erworben. Diese Figur ist Bestandteil eines regionalen Vorweihnachtsbrauchs, der nur noch in der Gemeinde Jänschwalde bis zur Gegenwart lebendig geblieben ist.
Das Museum stellt auch ein digitales Angebot bereit: Mit Hilfe einer 360°-VR-Brille kann man in den Dokumentarfilm „Vom Flachsstengel zur Leinewand“ eintauchen und sich mitten in die Flachsbearbeitung vor 100 Jahren begeben.

Sonderausstellungen / Begleitangebote

Wechselnde Sonderausstellungen

  • Thematische Führungen für Schulklassen und Reisegruppen sind Bestandteil des Programms.
  • Das Jänschwalder Christkind ist eine gefragte Tradition und auch in den Nachbargemeinden zur Weihnachtszeit unterwegs.

Angebote für Kinder – Mit Kobi ins Museum

Kobi – der kleine Hausgeist – ist im Museum zu Hause. Dort wohnt er im Pantoffel unterm Ofen. Um Mitternacht belauscht er die alten Museumsstücke, wenn sie von früher erzählen.Diese spannenden Geschichten plaudert er an die Museumsmitarbeiter aus, und diese erzählen sie den Kindern weiter – Begebenheiten aus alter, alter Zeit.

 

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